Ölnebelabsaugung und Emulsionsnebel-absaugung für die Zerspanung
Kappa erfasst Öl- und Emulsionsnebel direkt an der Werkzeugmaschine, scheidet ihn mehrstufig ab und plant die Luftführung der Halle mit. Planung, Fertigung, Montage und Service aus einer Hand.
[Abscheidegrad] %
Abscheidegrad Kappa Airdry™
5 Filterstufen
Selektive Abscheidung von Spänen bis Nanopartikeln
25.000 m³/h
je Einheit, kombinierbar zu Großanlagen
An jeder Maschine sitzt ein Abscheider, und trotzdem liegt ein Ölfilm auf Böden, Geländern und Schaltschränken. Über den Bearbeitungszentren hängt ein Schleier, der Geruch zieht bis ins Büro, und die Reinigung kommt kaum hinterher. Das liegt selten an einem defekten Filter. Meist entweicht ein Teil der Emissionen als Dampf, den kein Nebelfilter zurückhält, und schlägt sich in der Halle nieder.
Eine wirksame Ölnebelabsaugung erfasst Öl- und Emulsionsnebel direkt an der Maschine, scheidet Tröpfchen und Aerosole mehrstufig ab und führt die Luft so, dass sich Dampf nicht in der Halle anreichert. Kappa Filter Systems plant, fertigt, montiert und betreut solche Anlagen seit 1993.
Fakten auf einen Blick
- Öl- und Emulsionsnebel entstehen überall dort, wo Kühlschmierstoffe (KSS) auf schnell drehende Werkzeuge oder Werkstücke treffen: beim Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen und Waschen.
- KSS-Emissionen bestehen nicht nur aus Tröpfchen: Der dampfförmige Anteil kann ein Vielfaches, teils das 100-Fache des Nebelanteils betragen.
- Schon 20 ml Kühlschmierstoff, verteilt auf eine Halle mit 1.000 m³, reichen aus, um die zulässige Raumluftkonzentration zu erreichen.
- Ob Einzelgerät, Gruppen- oder Zentralanlage passt, hängt von Maschinenzahl, Kühlschmierstoff und Dampfanteil ab – nicht nur vom Budget.
- Kappa Airdry™ scheidet in bis zu fünf Filterstufen ab und lässt sich an jeden KSS anpassen, auch bei einem späteren Wechsel.
Was ist der Unterschied zwischen Ölnebel, Emulsionsnebel und Öldampf?
Alle drei entstehen beim Einsatz von Kühlschmierstoffen, verhalten sich aber unterschiedlich. Für die Auswahl der Filtertechnik ist diese Unterscheidung entscheidend.
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Emission |
Entstehung |
Was das für die Absaugung bedeutet |
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Emulsionsnebel |
Wassermischbare KSS werden an Werkzeug und Werkstück zerstäubt |
Hoher Wasseranteil; Filter müssen Tröpfchen sicher ableiten, ohne zu verkleben |
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Ölnebel |
Nicht wassermischbare Schneidöle werden zerstäubt, z. B. beim Schleifen und Tiefbohren |
Feinere, ölige Tröpfchen; hohe Anforderungen an die Feinabscheidung |
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Öldampf und Ölrauch |
KSS verdampft an heißen Kontaktstellen und kondensiert teilweise zu feinsten Partikeln |
Dampf passiert Nebelfilter; er muss mit der Abluft aus der Halle geführt werden |
Warum entsteht ein Ölfilm, obwohl abgesaugt wird?
Weil Nebelfilter nur einen Teil der Emissionen erfassen. Sie scheiden Tröpfchen und Aerosole ab, den dampfförmigen Anteil der KSS-Emissionen jedoch nicht wirtschaftlich. Gibt das Filtergerät seine Luft wieder in die Halle ab, reichert sich dieser Dampf mit jeder Stunde Produktion an. An kühlen Oberflächen kondensiert er – als Ölfilm auf Böden, Maschinen und Elektronik. Das gilt auch für geschlossene Bearbeitungszentren: Beim Öffnen der Tür und über Dichtungen gelangen Emissionen in die Halle.
Wie schnell sind Grenzwerte überschritten?
Schneller, als die meisten erwarten. Ein Beispiel: Füllt man ein 20-ml-Likörglas mit Kühlschmierstoff und verteilt den Inhalt auf eine Halle mit 1.000 m³ Raumvolumen (12,5 × 10 × 8 m), ist in Österreich die maximal zulässige Raumluftkonzentration bereits erreicht. Dabei sind die vielen offenen Prozesse noch gar nicht berücksichtigt: Werkstücke ein- und auslegen, abtropfen lassen, trocknen, offene KSS-Kreisläufe.
Wer Öl- und Emulsionsnebel zuverlässig unter den Grenzwerten halten will, muss die Emissionen deshalb dort erfassen, wo sie entstehen – nicht erst in der Hallenluft.
Wie scheidet Kappa Öl- und Emulsionsnebel ab?
Mit dem Filtersystem Kappa Airdry™. Es arbeitet nach dem Prinzip der selektiven Abscheidung (Kappa Selective Separation): Jede Filterstufe übernimmt eine bestimmte Partikelgröße, bis in der letzten Stufe auch feinste Aerosole abgeschieden sind. Das hält den Widerstand der Anlage niedrig und damit auch den Energiebedarf des Ventilators.
Die Filterstufen sind senkrecht angeordnet, sodass der abgeschiedene Kühlschmierstoff mit der Schwerkraft in eine Sammelwanne abläuft. Weil jede Stufe einzeln konfiguriert wird, passt Kappa die Anlage an den eingesetzten KSS an – und auch dann, wenn die Produktion später auf einen anderen Kühlschmierstoff umstellt. Jede Einheit leistet 2.000 bis 25.000 m³/h, wird im Werk anschlussfertig mit Ventilator, Elektro- und Steuerungstechnik vorgefertigt und lässt sich für größere Luftmengen mit weiteren Einheiten kombinieren.
Abluft, Umluft oder Wärmerückgewinnung?
Die gereinigte Luft kann nach außen abgegeben, teilweise in die Halle zurückgeführt oder zur Wärmerückgewinnung genutzt werden. Welche Variante passt, hängt vom Kühlschmierstoff, vom Dampfanteil und von den Grenzwerten ab.
- Abluft nach außen: führt auch den Dampfanteil sicher aus der Halle; die Zuluft wird über die Hallenlüftung nachgeführt.
- Umluft: nur mit zusätzlicher Feinstfilterstufe und wenn die Grenzwerte in der Halle sicher eingehalten werden.
- Wärmerückgewinnung: Die Abwärme der gereinigten Abluft wärmt die Zuluft vor. Voraussetzung ist eine Abluft, die sauber genug ist, um die Wärmetauscher nicht zu verschmutzen – genau dafür sorgt die mehrstufige Filtration.
Mit dem Hallenluftsystem [Kappa A.I.R.™](Link) und der Luftaufbereitungszentrale [Kappa MTA™](Link) verbindet Kappa Ölnebelabsaugung, Lüftung und Wärmerückgewinnung in einer Anlage.
Vom Konzept bis zum Service: so setzt Kappa Ihre Ölnebelabsaugung um
Kappa verantwortet das gesamte Projekt mit eigenem Personal. Ein fester Ansprechpartner begleitet Sie durch alle Phasen. [Projektrolle bestätigen]
1. Analyse vor Ort: Maschinen, Bearbeitungsverfahren, eingesetzte Kühlschmierstoffe, Kapselung der Maschinen und Hallensituation; auf Wunsch mit Luftqualitätsmessung über Kappa Airic®.
2. Absaugkonzept: Erfassung an jeder Maschine, Rohrnetz, Filteranlage, Abluft- oder Umluftbetrieb und Zuluftausgleich – mit Investitions- und Betriebskosten.
3. Fertigung: Filteranlage und Komponenten aus eigener Fertigung, anschlussfertig vorbereitet.
4. Montage und Inbetriebnahme: durch eigenes Montagepersonal, abgestimmt auf Ihren Produktionsbetrieb, mit Einregulierung und dokumentierter Übergabe.
5. Service: Filterwechsel, Wartung, energetische Inspektion und auf Wunsch digitale Zustandsüberwachung mit Kappa digital RetroFIT™.
Wissenswertes
FAQ
Emulsionsnebel entsteht bei wassermischbaren Kühlschmierstoffen und hat einen hohen Wasseranteil. Ölnebel entsteht bei nicht wassermischbaren Schneidölen, etwa beim Schleifen oder Tiefbohren, und besteht aus feineren, öligen Tröpfchen. Beide werden mit mehrstufigen Filtern abgeschieden, deren Stufen auf das jeweilige Medium abgestimmt werden.
Einzelgeräte eignen sich für wenige Maschinen mit geringer Emission und eine gut funktionierende Hallenlüftung. Bei vielen Maschinen oder hohem Dampfanteil sind Gruppen- oder Zentralanlagen meist die bessere Wahl, weil sie die Abluft samt Dampf nach außen führen und eine Wärmerückgewinnung ermöglichen. Kappa vergleicht die Varianten mit Investitions- und Betriebskosten.
Ja. Beim Öffnen der Maschinentür tritt die belastete Luft aus, und Dichtungen sind nie vollständig dicht. Deshalb werden auch gekapselte Maschinen direkt abgesaugt, bevor die Emissionen in die Halle gelangen.
Ja, wenn eine zusätzliche Feinstfilterstufe eingesetzt wird und die Grenzwerte im Arbeitsbereich sicher eingehalten werden. Bei hohem Dampfanteil ist eine Abluftführung nach außen die sicherere Lösung. Die Abwärme lässt sich dann über eine Wärmerückgewinnung trotzdem nutzen.
Das hängt von Kühlschmierstoff, Emissionsmenge und Betriebszeiten ab. Einzelne Filterstufen von Kappa Airdry™ lassen sich automatisch abreinigen, was die Standzeit verlängert. Eine Differenzdrucküberwachung zeigt, wann ein Wechsel tatsächlich nötig ist.
Bei Kappa Airdry™ werden die einzelnen Filterstufen an den eingesetzten KSS angepasst. Stellt die Produktion um, lässt sich die Konfiguration ändern, ohne die gesamte Anlage zu ersetzen.
In Österreich legt die Grenzwerteverordnung (GKV) die zulässigen Konzentrationen fest, in Deutschland geben die TRGS 900 und die DGUV-Regel 109-003 zu Kühlschmierstoffen den Rahmen vor. Welche Werte für einen Betrieb gelten, hängt vom eingesetzten Medium ab.
Oft ja. Eine Bestandsaufnahme zeigt, ob Erfassung, Luftmengen und Filterstufen noch zum heutigen Maschinenpark und Kühlschmierstoff passen. Häufig reichen eine angepasste Erfassung, zusätzliche Filterstufen oder eine bessere Abluftführung, um den Ölfilm in der Halle deutlich zu reduzieren.